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Bienen

Honigbiene ist nicht gleich Honigbiene, So wie es unterschiedliche Hummeln, Wildbienen oder Wespen gibt, so gibt es eben auch auch unterschiedliche Honigbienen. Dies hat nichts mit gestriger Rasseideologie zu tun. 

Sie unterscheiden sich grundsätzlich in Aussehen und Verhalten z:B. es gibt bei uns Honigbienen, die sind im Hinterleib gelb und welche die sind es nicht. Und es gibt Honigbienen, die brüten konstant stark über das ganze Jahr hindurch und es gibt welche, die richten sich stärker an den Jahresverlauf und gehen im Herbst früh aus der Brut, um Honigreserven zu sparen.

Dazu kommt, dass sich Honigbienen an lokale Gegebenheiten anpassen und ihre Umgebung erkennen. Ich geh noch einen Schritt weiter - die Bienen erkennen den Imker und lassen sich auch auf ihn ein - es kommt zu einem Zusammenpiel. 

Lässt man sich darauf ein, wertschätzt man die Bienen in ihrem Wesen, geht man respekt- und achtvoll mit ihnen um, reduziert man die Bienen nicht auf Honiglieferanten ... dann spürt man etwas ganz besonderes - es hat was von Träumen ... Bienentraum.

Heißt aber auch da sein und sich kümmern - falls erforderlich. Wissen, obs den Bienen gut geht.

Ich möchte nun darlegen, wie ich auf die Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera) kam und wie sich das oben beschriebene Zusammenspiel einstellte.

Vor meinem Re-Launch der Imkerei beschäftigte ich mich intensiv mit Beuten, Betriebsweisen und auch Bienen.

  • Bei den Honigräumen war klar, dass ich kleine haben wollte auf Grund des Gewichtes.
  • Die Zargen sollten Trageleisten haben und dickwandig sein.
  • Auch sollten die Zargen einen Falz haben.
  • Beim Rähmchenmaß wollte ich mich ans gängige Zandermaß des Schwabenlandes anpassen. Mit dickem Oberträger und mit Hoffmann-Seitenteilen.
  • Optional sollte die Zargenhöhe über Zwischenrahmen erhöht werden könnne, um hohe Rähmchen im Brutraum nutzen zu können (Zadant als Zander-Adaption von Dadant).
  • Der Boden sollte ein Hochboden mit Schublade und geschlossen sein.
  • Der Deckel sollte stark isoliert sein.

So kam ich zur Herold-Beute und bin auch bei ihr geblieben.

Aber wieviel Bruträume, wie hoch die Rähmchen im Brutraum, muss ich schieden?

Ich habe einige Jahre sehr viel experimentiert und dies auch mit unterschiedlichen Honigbienen, Linien, Völkern. Mein Ziel war immer ein effizientes Imkern d.h. nicht arbeitsintensiv und sehr viel Honig sondern entspannt und dazu noch Hoing als Geschenk der Bienen.

Schnell war mir auch klar, dass ich weg musste von den zweizargigen Bruträumen - sehr viel Brutfläche, arbeits und zeitintensiv, teilweise schlechte Honigraumannahme und Einlagerung von Honig in Bruträumen, hoher Honig/Futterverbrauch.

Also ein Brutraum - doch welche Höhe der Rähmchen, welcher Raum für welche Bienen?

Hier kam glücklicherweise zusammen, dass ich zum einen Imker mit Carnica-Bienen kennenlernte, die mit einem Zander-Brutraum imkern. Und 2014 konnte ich zwei Völker der Dunklen Biene (Apis mellifera mellifera) übernehmen.

Nach intensiven Jahren 2015, 2026, 2017 zeigte sich immer mehr 

  • Carnica Bienen in einem Zander-Brutraum --> funktioniert.
  • Dunkle Bienen haben starken Bezug zum Jahresverlauf und gehen stark, früh aus der Brut, überwintern auch gut in kleinen Völkern, sind sehr vital und sammeln auch gut bei sub-optimalen Wetterbedingungen, Überwintern gut auf eigenem Honig.
  • Die Kombination von Dunkler Bienen mit einem Zander-Brutraum eröffnet einem ein entspanntes und positives Imkern mit vielen weiteren Vorteile.

Und genau diesen Weg bin ich 2018, 2019, 2020 auch weiter gegangen. Ein Brutraum und neben einigen liebgewonnenen Carnica Völkern, Linien und Völkern, die mich seit Jahren begleiten, liegt mein Fokus auf den Dunklen Bienen.

Falls jetzt die Frage nach Reinheit meiner Dunklen Bienen aufkommt.... Möche ich klarstellen, dass es mir nicht um Reinheit in erster Linie geht, sondern das Verhalten mit starker Ausrichtung an Wetter, Jahresverlauf und die Effizienz im MIttelpunkt steht.

Mir ist bewußt und ich engagiere mich auch für den Erhalt möglichst reiner Linien der Dunklen Biene - aber obs dann 90%, 95% oder 98% sind, ist mir nicht so wichtig.

Von eine Volk meiner Dunklen Bienen wurde 2018 eine DNA Analyse gemacht mit dem Ergebnis einer 98% Reinheit. Ist das jetzt viel oder wenig?

Zwischen Mensch - Schimpanse ist die Übereienstimmung etwa 98% - ist dies viel oder wenig ... Die Antwort überlasse ich jedem selbst.

Falls Ihr nun Interesse an der Haltung und dem Imkern mit der Dunklen Bienen bekommen habt, dann biete ich an eines oder mehrere meiner Völker zu übernehmen.

 https://bienentraum.de/products/volk-dunkle-bienen-konigin-2020

und/oder auch einen begleitenden Kurs zu machen und mit mir gemeinsam durchs Bienenjahr zu gehen mit vielen Tipps und praktischer Hilfestellung.

https://bienentraum.de/products/basis-kurs-i-imkern-mit-der-dunklen-biene 

 

 In Arbeit >>> Erhaltungszucht der Dunklen Biene

 

 Dunkle Biene